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Party revival

Es ist schon ein bisschen lustig, wenn ich über Parties berichte. Es wird wohl ähnlich wie meine begeisternden und fundierten Kosmetik Beiträge (jetzt hätte ich sehr gerne ein Zwinkern Icon), denn von beiden Themen habe ich wenig Ahnung. Macht aber […]

Es ist schon ein bisschen lustig, wenn ich über Parties berichte. Es wird wohl ähnlich wie meine begeisternden und fundierten Kosmetik Beiträge (jetzt hätte ich sehr gerne ein Zwinkern Icon), denn von beiden Themen habe ich wenig Ahnung.

Macht aber nichts, schliesslich ist das auch ein Lebensblog und der thematisiert einfach alles – auch und gerade das was man/ich nicht perfekt kann oder kenne.

Apropos perfekt! Das bringt mich zu einem Thema was in den sozialen Medien gerne ausgeklammert wird – das „Nicht-Perfekte“. Warum ich darauf komme? Zum einen weil dieser Beitrag mal wieder sehr schön zeigt, was ein bisschen Make-up schon ausmacht und wir uns nur ansatzweise vorstellen können, wie viel mehr wahrscheinlich noch zusätzliche Bildretusche erreichen würde.

Und weil ich durch meine Präsenz auf Instagram viel über dieses Thema gelernt und darüber nachgedacht habe. Wer auf diesen Account geht wird sich wundern was für eine Art von Bildern da teilweise von mir sind….und ich benutze „nur“ einen Lichtring beim Fotografieren und einen dieser Farbfilter von Instagram – also keine Glätte- oder Schönmachapps – aber das macht die Bilder schon deutlich „schöner“ als das Original.

Obwohl – wirklich? Schöner für wen? Welche Messlatte wird angelegt? Und damit kommen wir zurück auf das Thema Perfektion oder Schönheit oder Zufriedenheit oder oder oder – ihr wisst worum es geht?!

Wer sich auf den sozialen Plattformen bewegt, stellt sich einer Jury, die ganz andere Erwartungen und Werte hat als im realen Leben. Das ist es doch auch warum wir uns für unsere Kinder gewünscht haben, dass sie ihnen nicht zu viel Bedeutung beimessen und bitte „echte“ Freunde in einer realen Welt haben.

Wir 50plus kennen den Unterschied, haben ihn den Großteil unseres Lebens gelebt und doch entdecken wir den Reiz dieser „anderen Welt“, wo man vermeintlich alles sein kann was man möchte und sei es eben „nur“ schön.

Perfekt wäre die Steigerung und damit greift ein fataler Mechanismus und das haben auch ganz viele Instagram User inzwischen entdeckt und versuchen durch überdeutliche Darstellung des nicht perfekten eine Art Gleichgewicht zu schaffen. Aber auch das ist nicht real – nicht das echte Leben.

Ich werde mich demnächst vom Experiment Instagram verabschieden, aber meinen Blog werde ich weitermachen. Denn er ist ganz viel echtes Leben und Unabhängig von Schönheit und Perfektion – denn beides ist so nicht erstrebenswert.

Ja, ich muss mich ab und zu selber daran erinnern und ich brauchte eine zeitlang nicht nur das Gefühl, sondern den „Beweis“ wie ich aussehe und dass ich mir gefalle. Aber meine Werte habe ich nie aus den Augen verloren und mein Schönheitsideal ohne Fassade auch nicht.

Und es gibt noch einen Grund warum ich das schreibe. Als ich den Blog ins Leben gerufen habe, hatte ich zwei Themen im Hinterkopf: das Älterwerden und das Leben mit Depressionen.

Obwohl ich beides thematisiert habe, steht keines von beidem im Vordergrund – was ich bisher zeige scheint an aktives Leben zu sein – mit allen Facetten. Aber manchmal ergeben sich die Dinge von ganz alleine ohne den einen, gut durchdachten Plan.

Vielleicht ist ein aus der Hüfte geschossener Party Beitrag ein guter Punkt um mal wieder darauf hinzuweisen, dass nichts ist wie es scheint und ganz vielleicht kann der Blog eines Tages Verstehen helfen.

Verstehen warum Menschen mit Depressionen ein vermeintlich „normales“ Leben leben. Worum man nichts merkt. Warum es manchmal zu spät ist bevor man etwas begriffen hat und die Chance bekommen hat zu helfen. Warum aktiv und „schön“ nicht für glücklich und gesund steht.

Aber heute gehe ich auf eine Party – heute ist ein guter Tag, weil ich das schaffe und das teile ich gerne mit euch.


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