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Meine Mitte

Wie alles im Leben ist auch das relativ – wo die Mitte ist und wie wir sie finden. Endlich mal ein gelungenes Wortspiel (na ja … ich fand schon…) also nicht wie wir sie geografisch gesehen finden, sondern wie zufrieden […]

Wie alles im Leben ist auch das relativ – wo die Mitte ist und wie wir sie finden. Endlich mal ein gelungenes Wortspiel (na ja … ich fand schon…) also nicht wie wir sie geografisch gesehen finden, sondern wie zufrieden wir mit ihr sind.

Ich gehe jetzt nicht auf die kulturellen Hintergründe weltweiter Schönheitsideale ein…das würde ja unser langes, nicht zuletzt von den Medien antrainiertes, „gemeines“ Schönheitsideal nachhaltig erschüttern – wir gehen also von knackig, schlank und glatt aus.

Aus sehr vielen Gründen – ua. auch physikalischen und in Physik war ich noch nie gut – da verlässt sich wohl auch die Werbung drauf – kann so ein Körper die Form einfach nicht über seine gesamte Lebenszeit behalten. Das scheint aber wohl fast so ein Meschheitstraum zu sein wie das Fliegen. Erstaunlich! Geht übrigens auch nicht. Habe das als Kind von Bäumen und Fahrradgepäckträgern versucht – hat nicht geklappt…zumindest nicht nennenswert lange.

Ich war immer recht schlank und deshalb kann ich nur „nur“ von meinen Körperbefindlichkeiten ausgehen und die sind nicht weniger oder mehr „wert“ als die von dünneren oder dickeren Menschen, weil jeder hier von sich selbst und seinem Wohlbefinden ausgehen sollte. Das ist auch schon der Anfang zum glücklicher sein. Nicht vergleichen, sondern die Ausgangsituation übertragen.

Vielleicht hätte jemand liebend gerne meinen so ungeliebten hängenden Bauch und ich dafür seine Locken. Nein, nicht am Bauch. Ich will damit sagen, jeder hat das Recht unzufrieden zu sein auch wenn der Bauch dicker sein könnte, die Haare dünner, die Beine länger, die Finger schmaler – erlaubt ist da was nicht gefällt.

Aber und da kommen wir jetzt zu dem Punkt, der all die Wünsche und Frauen wieder eint – wie wir versöhnter sind mit vermeintlichen Mängeln – das liegt in unserer Hand und vor allem Entscheidung. Und wie wir damit umgehen auch. Ich verpacke meinen Bauch, wenn ich „so tun will als ob“ in eine enge Leggins und „find es wunderbar“.

Wer gerne Locken hätte macht sich ne Dauerwelle oder greift zur Perücke, lange Beine bekommt man optisch mit hohen Absätzen usw usw. Schritt eins.

Schritt zwei ist es für mich meinen Bauch zu füllen, obwohl ich ihn am liebsten glatt und flach hätte. Pech gehabt. Aber Glück – ich liebe Essen und hasse Masshalten. Der mit den Nichtlocken hat einen schönen Kurzhaarschnitt und der ist total unkompliziert. Schönen Gruss an die, die noch nach Stunden in der Umkleide ihre Haare machen. Und die kürzeren Beine passen phantastisch unter den Tisch und mit mildem Lächeln guckt man auf das unbequem verrenkt sitzende Langbein gegenüber.

Es gibt eine ausgleichende Gerechtigkeit und nicht nur einen Weg seine Mitte zu finden.


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